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    Landkreis möchte neue Arbeitsformen fördern / Beitritt zur "CoWorkLand eG" (29.09.2020)

    Um Freiberuflern oder kleineren Startup-Unternehmen vor dem Hintergrund des Wandels hin zu flexiblen und digitalen Arbeitsformen möglichst optimale Rahmenbedingungen zu bieten, aber auch, um Auspendlerinnen und Auspendlern Alternativen zur täglichen Fahrt zum Beispiel nach Hamburg aufzuzeigen und die Ansiedlung zu Coworking Spaces zu unterstützen, tritt der Landkreis Uelzen als erster Landkreis bundesweit der „CoWorkLand eG“ bei. Das hat der Uelzener Kreistag in seiner heutigen Sitzung beschlossen.

    Die „CoWorkLand eG“ ist eine Dienstleistungsgenossenschaft, die ihre Mitglieder sowohl bei der Gründung als auch während des Geschäftsbetriebs unterstützt und ihnen die Möglichkeit gibt, in sogenannten „Coworking-Spaces“ an möglichst vielen Orten im ländlichen Raum ortsunabhängig zu arbeiten. Sie arbeiten dabei entweder voneinander unabhängig in unterschiedlichen Firmen und Projekten oder entwickeln mit anderen Coworkern gemeinsam Projekte. Ein Schwerpunkt beim Coworking liegt deshalb auch im Bereich der Vernetzung, sodass ein breiter und stetiger Erfahrungsaustausch entsteht, von dem alle profitieren können.

    Das Konzept von „Coworking-Spaces“ besteht neben der Vernetzung im Wesentlichen in der Bereitstellung und zeitlich befristeten Vermietung von Arbeitsplätzen und der entsprechenden Infrastruktur. Dazu zählen zum Beispiel Besprechungsräume, aber auch technische Ausstattung wie zum Beispiel Drucker, Scanner oder Beamer. Bisher sind solche „Coworking-Spaces“ vor allem in urbanen Zentren zu finden. Für junge Gründer und Unternehmer können sie aber insbesondere auch die Attraktivität ländlicher Räume deutlich erhöhen.
     
    Vorteile bieten „Coworking-Spaces“ neben der Innovations- und Gründungsförderung außerdem auch im Hinblick auf den Klimaschutz sowie auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie – und damit letztlich das Fachkräftemarketing insgesamt.

    Der Beitritt zur „CoWorkLand eG“ ermöglicht es dem Landkreis, das Thema „Neue Arbeitswelten“ aktiv voranzutreiben, Vernetzungs-, Beratungs- und Fortbildungsangebote wahrzunehmen und von Erfahrungen aus anderen Regionen zu profitieren. Als erster Landkreis in der „CoWorkLand eG“ kann er darüber hinaus seine Rolle als proaktiver Mitgestalter künftiger gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Entwicklungen im ländlichen Raum deutlich machen.

    In diesem Zusammenhang erinnert Landrat Dr. Blume an zahlreiche bisherige Maßnahmen des Landkreises, um den zunehmenden Digitalisierungsprozessen und damit auch neuen digitalen Arbeitsformen Rechnung zu tragen. „Mit dem im Bau befindlichen Glasfasernetz, der Einstellung eines Digitalisierungskoordinators, dem Fortbildungsprogramm für Digitalisierungslotsen der Kreisvolkshochschule sowie der Beteiligung an diversen Digitalisierungsprojekten hat der Landkreis sich schon vor geraumer Zeit auf den digitalen Weg gemacht. Der Beitritt zur CoWorkingLand eG ist nun der nächste konsequente Schritt“, so Blume.