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Informationsveranstaltung zu Ackerrandstreifenprogramm (29.02.2012)

Am Montag, den 05.03.2012 um 10.00 Uhr findet eine Informationsveranstaltung des Landkreises Uelzen zu der vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz angebotenen Fördermaßnahme „Vogel- und sonstige Tierarten der Feldflur“ statt.

Im Kreishaus, Raum 102, wird Alexander Krüger, Leiter des Umweltamtes, interessierte Landwirte und bereits am Programm beteiligte Vertragsnehmer begrüßen. Anschließend informiert Lars Wellmann als beauftragter Qualifizierer des Landkreises Uelzen über die Fördermaßnahme „Vogel- und sonstige Tierarten der Feldflur“ des Kooperationsprogramms Naturschutz, die in und um die EU-Vogelschutzgebiete „Ostheide bei Himbergen und Bad Bodenteich“ und „Drawehn“ sowie neuerdings auch im Raum Ebstorf angeboten wird.

Auch der Feldhase profitiert........Zielsetzung der vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz und der EU geförderten Maßnahme ist die Verbesserung der Lebensraumbedingungen für den Ortolan, einen europaweit gefährdeten Ackerbrüter, dessen Bestände seit langem rückläufig sind. Natürlich profitieren auch weitere Arten, wie Rebhuhn, Feldlerche, Schafstelze und Feldhase von dieser Maßnahme.

Die Förderkulisse wurde erneut um Flächen erweitert, die für den Schutz insbesondere von Ortolan und Haubenlerche von Bedeutung sind. Die in Niedersachsen vom Aussterben bedrohte Haubenlerche kommt noch bei Ebstorf vor. Ihr Lebensraum soll möglichst durch die Fördermaßnahme verbessert werden. Voraussetzung ist die Teilnahme von Flächenbewirtschaftern an der Fördermaßnahme.

„Im Landkreis Uelzen werden aktuell über 180 ha Ackerrandstreifen vertraglich für fünf Jahre im Rahmen der Fördermaßnahme extensiv bewirtschaftet“, erklärt Alexander Krüger. „Etwa 20 Landwirte beteiligen sich im Landkreis freiwillig an dem Programm. Das ist ein großer Erfolg und von Bedeutung für den Erhalt der Artenvielfalt in unserer Landschaft“, so Krüger. Die Randstreifen dürfen weder gespritzt, beregnet und gedüngt werden. Dadurch entwickelt sich das Getreide lückiger und Wildkräuter können wachsen. Die Folge ist ein deutlich höherer Insektenreichtum und damit eine verbesserte Nahrungsgrundlage für die Feldvögel. Von Bedeutung ist außerdem die Bewirtschaftungsruhe in der Brutzeit zum Schutz der Bodennester. Insbesondere Randstreifen entlang von Baumreihen und Waldrändern oder unproduktive Restflächen sind für die Arten von besonderem Wert und gleichzeitig für die Landwirtschaft oft von untergeordneter Bedeutung.

........ebenso wie die HaubenlercheEs werden aktuell vier Varianten angeboten, für die Förderprämien zwischen € 395,- und € 720,-/ha/Jahr gezahlt werden. Die Beantragung erfolgt mit der jährlichen Antragstellung zum 15. Mai für einen Vertragsbeginn ab 2013 bei den Bewilligungsstellen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Neben Informationsveranstaltungen bietet Lars Wellmann auch eine einzelbetriebliche Vertragsbegleitung sowie Flächenbegehungen an, wenn es um konkrete Fragestellungen während der Vertragslaufzeit oder die Auswahl von Flächen geht. „Diese Leistungen sind für Flächenbewirtschafter in der Förderkulisse kostenfrei und unverbindlich. Die Entscheidung über eine Teilnahme liegt allein beim Betriebsleiter. Es hat sich aber gezeigt, dass nahezu jeder Betrieb Randstreifen oder Restflächen hat, die für eine Extensivierung in Frage kommen“, so Wellmann. Für weitere Informationen und Terminabsprachen steht Lars Wellmann gern zu Verfügung (Tel.: 0581 / 97 39 300, E-Mail: wellmann@lw-landschaftsplanung.de).

In den nächsten Wochen und Monaten bietet der Landkreis Uelzen verschiedene Veranstaltungen, wie Feldrundfahrten und die Besichtigung von Beispielgebieten für Landwirte und die Interessierte Öffentlichkeit an.