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Kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung: Landkreis unterstützt Initiativen zur Errichtung einer Tagesklinik (08.02.2012)

Der Landkreis unterstützt die Initiativen zur Errichtung einer Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und damit zusammenhängende Einrichtungen der ambulanten Versorgung im Landkreis Uelzen. Das hat Landrat Dr. Heiko Blume jetzt in einem Schreiben dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration mitgeteilt. „Aufgrund knapper Ressourcen kommt es zu Versorgungsengpässen in der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung, die in verschiedenen Arbeitsgruppen auf Landkreisebene immer wieder thematisiert, aber nicht gelöst werden können“, so Dr. Blume. Schließlich entscheide nicht der Landkreis, sondern das zuständige Ministerium für Soziales über eine mögliche Verbesserung der Versorgungssituation im Landkreis Uelzen.

In seinem Schreiben weist Dr. Blume auch konkret auf die derzeitigen Defizite im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Landkreis Uelzen hin. So heißt es unter anderem: „Die Institutsambulanz der Psychiatrischen Klinik Lüneburg ist relativ weit vom Versorgungsgebiet entfernt und schwer zu erreichen. Tagesklinische Plätze für Kinder- und Jugendpsychiatrie gibt es im Landkreis Uelzen nicht.“

Befürwortet wird ein Ausbau der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung im Landkreis Uelzen ausdrücklich auch vom Jugendamt des Landkreises Uelzen und vom gemeinsamen Gesundheitsamt der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg.

Dessen Leiter, Amtsarzt Dr. Gerhard Wermes, geht davon aus, dass im Landkreis Uelzen rund 800 Kinder und Jugendliche behandlungsbedürftig sind. Für sie sei es oft besonders schwierig oder gar unmöglich, eine weit entfernte Tagesklinik täglich aufzusuchen, um an einer notwendigen Behandlung teilzunehmen. Eine Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und damit zusammenhängende Einrichtungen der ambulanten Versorgung würde die Versorgung dieser Kinder deutlich verbessern. 

Abschließend macht Dr. Blume in seinem Schreiben an das Ministerium darauf aufmerksam, dass eine Verbesserung der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung mittel- und langfristig auch zur Einsparung von Kosten im Gesundheits- und Sozialwesen führt. Eine mangelnde Behandlung psychischer Störungen im Kinder- und Jugendalter beeinträchtige nicht nur die sozialen Kompetenzen der Betroffenen, sondern auch deren Bildungserfolg und damit deren berufliche Möglichkeiten.