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Reiserückkehrer

Corona: Was Ein- und Rückreisende aus dem Ausland zu beachten haben

Wer aus dem Ausland nach Niedersachsen einreist, unterliegt einer 14-tägigen Quarantänepflicht. Dies gilt – so regelt es § 1 der am 23. Januar 2021 in Kraft getretenen niedersächsischen Quarantäne-Verordnung– für Einreisende aus Ländern, in denen es unter anderem in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegeben hat - den sogenannten Risikogebieten.

Wer aus einem solchen Risikogebiet (Risikogebiete laut Veröffentlichung durch das Robert Koch-Institut zum Zeitpunkt der Einreise) einreist, hat sich auf dem direkten Weg ohne Umwege in seine Wohnung, den „Ort des gewöhnlichen Aufenthalts“ oder in eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich dort für einen Zeitraum von 14 Tagen ständig abzusondern. Kontakt ist in dieser Zeit nur zu Menschen erlaubt, die im eigenen Haushalt leben.

Zudem haben Reiserückkehrer gem. § 1 der Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes dem zuständigen Gesundheitsamt vor der Einreise personenbezogene Angaben, das Datum der voraussichtlichen Einreise, ihren Aufenthaltsort der zehn Tage vor und die geplanten Aufenthaltsorte der zehn Tage nach der Einreise und das für die Einreise genutzte Reisemittel mitzuteilen. Die Meldung erfolgt durch eine digitale Einreiseanmeldung unter der Internetadresse:

https://www.einreiseanmeldung.de.

Sollte es in Ausnahmefällen nicht möglich sein, eine digitale Einreiseanmeldung durchzuführen, sind sie verpflichtet, eine Ersatzmitteilung (diese finden sie hier) auszufüllen und dem Beförderer, bzw. der zuständigen Behörde während der Grenzkontrolle auszuhändigen. Sollte auch das nicht möglich sein, ist die Ersatzmitteilung unverzüglich an das Gesundheitsamt (E-Mail: info@gesundheitsamt-ue-dan.de) zu übermitteln.

Reiserückkehrer trifft weiterhin eine sogenannte Testpflicht. Zur Erfüllung der Testpflicht gilt ein Nachweis in Form eines ärztlichen Zeugnisses oder eines Testergebnisses hinsichtlich des Nichtvorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2. Der Nachweis ist auf Papier oder in einem elektronischen Dokument, jeweils in deutscher, englischer oder französischer Sprache zu erbringen.  Die Coronavius-Einreiseverordnung des Bundes unterscheidet zwischen den

  • (Normale) Risikogebieten
  • Hochinzidenzgebieten und
  • Virusvarianten-Gebieten

Reiserückkehrer aus einem (normalen) Risikogebiet sind verpflichtet, der Testpflicht bei Einreise durch eine Testung binnen 48 Stunden vor Anreise oder durch eine Testung unmittelbar nach der Einreise (spätestens 48 Stunden nach Einreise muss der Nachweis vorliegen) nachzukommen.

Bei einer Einreise aus einen Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebieten ist der Test vor Einreise obligatorisch.

Der zu Grunde liegende Test muss die Anforderungen des Robert Koch-Instituts, die im Internet unter www.rki.de/covid-19-tests veröffentlicht sind, erfüllen.

Auch wenn dieser erste Test negativ war, müssen sich Reiserückkehrer in die 14-tägige Quarantäne begeben!

Bei eventuell auftretenden Covid19-Symptomen sind sie außerdem verpflichtet, das Gesundheitsamt unverzüglich darüber zu informieren. Zudem unterliegen sie für die Zeit der Absonderung der Beobachtung durch das Gesundheitsamt.

Die jeweils aktuellen Listen aller drei Risikogebietstypen finden sich auf der RKI-Webseite:https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Die grundsätzliche Quarantänezeit von 14 Tagen kann auch gekürzt werden. Die Quarantänezeit kann allerdings erst fünf Tage nach der Einreise beendet werden. Voraussetzung dafür ist, dass Sie über ein auf einer molekularbiologischen Untersuchung (PCR-Test) beruhendes ärztliches Zeugnis in Bezug auf das Nichtvorliegen einer Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 in Papierform oder in einem elektronischen Dokument in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfügen. Die Testung darf frühestens am fünften Tag nach der Einreise vorgenommen werden. Die Möglichkeit der Verkürzung der Quarantänezeit besteht jedoch nur für Einreisende aus einem „normalen“ Risikogebiet. Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Hochinzidenzgebiet oder Virusvarianten-Gebiet im Sinne des § 3 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 oder 2 Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes aufgehalten haben, ist eine Verkürzung der Quarantänezeit nicht möglich.

Die erforderliche Testung können sie z.B. bei Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt durchführen lassen. Nehmen sie dazu vorab telefonisch Kontakt zu Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt auf. Einige Arztpraxen führen die Testung selber durch. Andere überweisen ggf. an sogenannte Infektionspraxen.

Ausnahmen von der Einreiseanmeldung und der Test- und Nachweispflicht enthält die Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes. Diese finden sie hier.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht enthält die Nds. Quarantäne-Verordnung. Diese finden sie hier.