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Zweckverband Gesundheitsamt Uelzen - Lüchow-Dannenberg Dienstort Uelzen 0581/82-462 0581/82-474 E-Mail senden
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Schuleingangsuntersuchungen


Aktuelle Hinweise aufgrund der Corona-Pandemie:

Die Schuleingangsuntersuchungen des Gesundheitsamtes finden derzeit nur eingeschränkt im Landkreis Uelzen statt, aufgrund der besonderen Umstände durch die Corona-Pandemie. Die Durchführung von Schuleingangsuntersuchungen ist keine Voraussetzung für die Aufnahme in die Grundschule. Das Gesundheitsamt setzt sich mit dem Erziehungsberechtigten deren Kinder untersucht werden sollen direkt in Kontakt. Es erfolgt keine telefonische Terminvergabe.

Bitte wenden Sie sich für das Anmeldeverfahren bei Ihrer Grundschule, die Ihnen in der Regel die Anmeldeformulare per Post zuschicken können.

Sprachstands-Feststellungen für die Kinder, die keine Kita besuchen, können voraussichtlich am Ende der Sommerferien durchgeführt werden.

Bitte informieren Sie sich auch auf der Internetseite der Landesschulbehörde unter https://www.landesschulbehoerde-niedersachsen.de/themen/aktuell-coronavirus/schliessung-von-kindertagesstaetten-und-schulen-notbetreuung-fragen-antworten/schliessung-von-kindertagesstaetten-und-schulen-notbetreuung-fragen-antworten#autotoc-item-autotoc-4


 

Das gemeinsame Gesundheitsamt der Landkreise Uelzen und Lüchow-Dannenberg führt jedes Jahr von Dezember bis Juni die Schuleingangsuntersuchungen bei den Kindern durch, die im kommenden Schuljahr die Erste Klasse besuchen werden. Die Untersuchungen finden im Gesundheitsamt in Uelzen oder in der zuständigen Grundschule vor Ort statt. Die Untersuchungstermine werden von den Grundschulen vergeben.

Ein Team des Schulärztlichen Dienstes des Gesundheitsamtes besteht aus einer Schulärztin und einer Assistentin. Diese untersuchen die Schulanfänger nach einem standardisierten Untersuchungsprogramm (SOPHIA). Zur Vorbereitung auf die Schuluntersuchung erhalten die Eltern einen Bogen mit Fragen zur bisherigen Entwicklung des Kindes sowie zur Erziehungs- und Betreuungssituation.

Im ersten Teil der Untersuchung misst die Assistentin Größe und Gewicht der Kinder. Sie testet auch das Hören, das Sehen und den Farbsinn. Im Rahmen der Untersuchung werden das mitgebrachte gelbe Vorsorgeheft und der Impfpass durchgesehen. Die darin enthaltenen Eintragungen geben wichtige Hinweise bezüglich der bisherigen Entwicklung des Kindes. Sollten Impfungen unvollständig sein, so erhalten die Eltern einen Brief für den Haus- oder Kinderarzt  über die nachzuholenden Impfungen. Dr. Wermes, Amtsarzt des Gesundheitsamtes, weist darauf hin: „Ein ausreichender Impfschutz ist für alle Kinder wichtig. So kann verhindert werden, dass sich gefährliche ansteckende Krankheiten in der Schule ausbreiten.“

Im zweiten Teil untersucht die Schulärztin unterschiedliche Bereiche der kindlichen Entwicklung. Dazu gehören: die Beweglichkeit, die Geschicklichkeit, das Gleichgewicht, die Aussprache, das Sprachverständnis, das Erkennen von Zusammenhängen und die Merkfähigkeit. Auch werden die Funktionen von Herz, Lunge und Bewegungsapparat geprüft. Am Ende werden alle Untersuchungsergebnisse mit den Eltern besprochen. Die Schulärztin berät die Eltern über die geeignete Schulform ihres Kindes. In den meisten Fällen wird das die zuständige Grundschule vor Ort sein. Bei Kindern mit besonderem Förderbedarf kann der Besuch eines Schulkindergartens oder einer Förderschule empfohlen werden. Immer wieder werden Kinder angemeldet, die noch nicht schulpflichtig sind, aber trotzdem schon eingeschult werden sollen (Kann-Kinder). Für diese Kinder kann die Schuleingangsuntersuchung eine wichtige Entscheidungshilfe sein. Die Eltern erhalten auch Tipps, wie leichte Entwicklungsrückstände noch bis zur Einschulung aufgeholt werden können. Fallen größere Entwicklungsrückstände auf oder gibt es andere Auffälligkeiten, so werden diese schriftlich in einem Arztbrief notiert. Die Eltern werden gebeten, dieses Schreiben ihrem Haus- oder Kinderarzt vorzulegen, damit rechtzeitig vor Schulbeginn noch Therapiemaßnahmen eingeleitet werden können.

Der aufnehmenden Schule werden ausschließlich die für den Schulbesuch des Kindes bedeutsamen Untersuchungsergebnisse auf einem Formblatt mitgeteilt. Die Angaben der Eltern und alle Untersuchungsergebnisse werden in einer Patientenakte des Gesundheitsamtes erfasst. Sie unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und werden nach 10 Jahren vernichtet. Jede Form der statistischen Auswertung erfolgt ausschließlich mit anonymisierten Daten, das heißt ohne die identifizierenden Daten des Kindes. Die so erhobenen Daten lassen gesundheitliche und soziale Entwicklungen erkennen und tragen zur problemorientierten Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen in den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Uelzen bei.

Informationen finden Sie auch im Internet unter www.sophia-online.org.