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Gesundheitsamt Uelzen - Lüchow-Dannenberg Catharina Engler 0581 / 82-2930 0581 / 82-474 E-Mail senden

Kinder- und Jugendgesundheit

Die Prägung eines langfristig positiven Gesundheitsbewusstseins ist ein lebenslanger Prozess. Die Lebenswelten (z. B. Quartier, Schule, Kindergarten) der Kinder und Jugendlichen haben neben dem Elternhaus die Chance, entscheidend Einfluss zu nehmen.Sie sind idealer Ort zur Stärkung des eigenen Verständnisses von Gesundheit und eine frühzeitige Gesundheitsförderung. Neben einem zielgruppenorientierten ganzheitlichen Ansatz der auf Kinder und Jugendliche zielt, stehen auch deren Familien bzw. Betreuer im Fokus.

Aus diesem Grund wurde bereits 2019 im Rahmen eines internen Workshops des Landkreises der Themenschwerpunkt Kinder- und Jugendgesundheit herausgearbeitet. 2020 mündete diese Arbeit in die Förderbewilligung des GKV-Förderprogramms, des GKV-Bündnisses für Gesundheit. 

Neben der Schaffung einer neuen Koordinationsstelle wurde mittels einer Gesundheitskonferenz unter dem Motto „Kinder- und Jugendgesundheit im Landkreis gemeinsam stärken“ der neue Themenschwerpunkt im Landkreis vorgestellt. Im Rahmen von vier Workshops wurde allen Akteurinnen und Akteuren sowie allen Interessierten die Möglichkeit zur Beteiligung und zur Mitgestaltung gegeben. Es wurden Workshops zu folgenden Themen angeboten:

  1. GESUNDHEITSKOMPETENZEN STÄRKEN
  2. GESUNDES ANKOMMEN
  3. STAKRUNG DER PSYCHISCHEN GESUNDHEIT VON KINDERN UND JUGENDLICHEN
  4. FRÜH ERKENNEN – FRÜH HANDELN

 

Ergebnisse der Workshops (derzeit in Bearbeitung)

 

Um möglichst bedarfsgerechte Projekte und Maßnahmen auf den Weg zu bringen, hat sich die Gesundheitsregion dazu entschlossen, neben der praktischen Umsetzung der Themenfelder aus den Workshops, die Bedarfe auf wissenschaftlicher Ebene zu analysieren, um bedarfsorientierte und passgenaue Maßnahmen und Projekte im Folgejahr auf den Weg bringen zu können.

 

„Kontextcheck – Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“

 

 

Zur Stärkung der Strukturen einer koordinierten kommunalen Umsetzung des Präventionsschutzgesetzes (PrävG) wird eine stärkere Fokussierung auf vulnerable Gruppen in Lebenswelten gefordert. Erste Schritte wurden diesbezüglich im Landkreis bereits unternommen, indem er sich im niedersächsischen Programm „Kontextcheck – Kommunale Prävention und Gesundheitsförderung strategisch gestalten“ der LVG & AFS Niedersachsen e. V. (Förderer BKK Mobile Oil) eingeschrieben hat. Kontextcheck ist ein Analyse- und Planungsprojekt, welches es Kommunen erleichtert, eine Bestandsaufnahme, Bedarfs- und Bedürfniserhebung zu vertiefen, um eine ideale Grundlage für einen strategischen Prozess zu erhalten. Es unterstützt somit die ersten Arbeitsschritte hin zum integrierten Handlungskonzept („Präventionsplan“).

Abb.: Prozesskreislauf Kontextcheck (nach LVG&AfS Niedersachsen e.V.)

 

Das Projekt Kontextcheck unterstützt die Kommune dabei, die kommunale Gesundheitsförderung und Prävention strategisch auszurichten und nachhaltig zu stärken sowie Angebots- und Netzwerkstrukturen besser aufeinander abzustimmen. Auf diesem Weg können die Bevölkerung und die Politik für neue relevante Handlungsfelder sensibilisiert werden. So wird allen Menschen eine gesundheitliche Chancengleichheit und eine hohe Lebensqualität in der Kommune ermöglicht.

 

 

 

 

 

Masterarbeit zum Thema „Psychische Gesundheit und Gesundheitskompetenz von Kindern bis zum Grundschulalter“

Zahlen, Daten, Fakten

Knapp jedes fünfte Kind erkrankt innerhalb eines Jahres an einer psychischen Störung. Dabei besteht das Risiko, dass eine solche Erkrankung bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt. Von allen Kindern und Jugendlichen mit psychischen Auffälligkeiten waren nur 21,6 % in den letzten 12 Monaten wenigstens einmal in Kontakt mit einem Fachversorger, wie z.B. einem Psychologen (vgl. Bella-Studie 2017). Kinder und Jugendliche in Deutschland sind besonders von den Folgen der Corona-Pandemie getroffen. Die im Mai 2020 von Forschenden des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf durchgeführte Studie COPSY (Corona und Psyche) belegt, dass Kinder und Jugendliche während der Corona-Pandemie vermehrt von psychischen und psychosomatischen Auffälligkeiten berichten. So fühlten sich 71% der Kinder und Jugendlichen durch die erste Welle der Pandemie belastet (vgl. COPSY 2021).

Vorhaben

Durch die Befragung von regionalen Akteuren aus Gesundheit und Soziales soll die Expertenperspektive für den Landkreis abgebildet werden. Aufgrund der weiterhin andauernden Pandemie-Situation wird die Befragung mittels Online-Fragebögen durchgeführt.

Zielsetzung

Das Ziel der wissenschaftlichen Arbeit ist es, den Status Quo für die psychische Gesundheit und Gesundheitskompetenz von Kindern bis zum Grundschulalter zu erheben, sowie Faktoren zu identifizieren, welche die psychische Gesundheit und Gesundheitskompetenz erhalten oder sogar verbessern könnten.

So soll eine Strategie für den Landkreis sowie Bedarfe und Bedürfnisse im Rahmen der psychischen Gesundheit und Gesundheitskompetenz von Kindern bis zum Grundschulalter für die Kommune ermittelt werden.

Auf diesem Weg können Handlungsfelder identifiziert und darauf aufbauend zielgerichtete Maßnahmen entwickelt werden.