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Brücken: Landkreis reagiert auf zunehmenden Schwerlastverkehr (28.11.2012)

Angesichts des seit Jahren stetig zunehmenden Schwerlastverkehrs und einer entsprechenden Richtlinie des Bundesverkehrsministeriums hat der Landkreis verstärkt Brückenbauwerke in den Blick genommen und falls erforderlich den Schutz der Brückenbauwerke mit verkehrsregelnden Maßnahmen sichergestellt. Das hat das Amt für Kreisstraßen mitgeteilt. Jüngste Maßnahmen der Kreisstraßenverwaltung in diesem Zusammenhang: Auf der Kreisstraße 8 in Klein Süstedt dürfen Lastkraftwagen ab einem Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen die Brücke am Bahnhof nur noch wechselseitig befahren. Eine entsprechende Beschilderung weist auf die Neuregelung hin. Auf der Kreisstraße 9 wurde die Brücke am Suderburger Bahnhof für Sattelzugauflieger mit einem Gesamtgewicht von mehr als 30 Tonnen dagegen komplett gesperrt, um mögliche Beschädigungen des Bauwerkes auszuschließen.

„Vor dem Hintergrund des ständig anwachsenden Güterverkehrs – insbesondere aber auch aufgrund steigender Fahrzeuggesamtgewichte – und der bestehenden Altersstruktur der Straßenbrücken sind wir gehalten, die Brücken auf die Vereinbarkeit der inzwischen bestehenden Beanspruchung einerseits und ihrer Tragfähigkeit andererseits zu überprüfen“, so Baudezernent Frank Peters. Die Modelle der früher für die Berechnung von Brücken geltenden Vorschriften könnten die Einwirkungen des heutigen Verkehrs nur noch bedingt abdecken.

Zum Schutz älterer Brücken können weitere verkehrsbeschränkende Maßnahmen laut Peters auch künftig nicht ausgeschlossen werden. Dazu zählen z. B. Gewichtsbeschränkungen, das Verbot von Begegnungsverkehr oder ein vorgeschriebener Mindestabstand. „Auf diese Weise kann das zulässige Belastungsniveau für den Schwerverkehr so begrenzt werden, dass die Bauwerke nicht überbeansprucht und Schäden vermieden werden“, so Peters weiter.
Der Baudezernent des Landkreises Uelzen erwartet dennoch, dass ältere Brückenbauten trotz aller Unterhaltungsmaßnahmen ihre planmäßige Nutzungsdauer nicht erreichen werden: „Die Planer haben seinerzeit die Dynamik der Wirtschafts- und Verkehrsentwicklung für die Nutzungszeit der Brückenbauwerke nicht voraussehen können.“ Deshalb sei vermutlich künftig häufiger die Frage, ob anstelle kostenintensiver Verstärkungsmaßnahmen nicht ein vorzeitiger Brückenneubau den Vorzug erhalte.

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