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    Badegewässer: Hitze könnte Wasserqualität beeinträchtigen (11.06.2008)

     Hinein ins kühle Nass heißt es in diesen Tagen nicht nur für unzählige Freibad-Besucher. Viele nutzen zurzeit auch die beiden Badeseen im Landkreis Uelzen für eine Abkühlung. Sorgen um die Wasserqualität müssen sie sich dabei nicht machen. Sowohl im Oldenstedter See als auch im Hardausee ist die Wasserqualität nach Angaben des Gesundheitsamtes zurzeit gut. Dr. Gerhard Wermes, Leiter des Gesundheitsamtes: „Dort kann ohne Bedenken gebadet werden, es gibt im Moment keine nennenswerten mikrobiologischen Belastungen.“

    Das gemeinsame Gesundheitsamt der Landkreise Lüchow-Dannenberg und Uelzen untersucht regelmäßig die Wasser- und damit Badequalität der öffentlichen Gewässer, also auch der beiden Badeseen und der beiden Naturbäder in Westerweyhe und Wriedel. Zwei Gesundheitsaufseher nehmen dabei bis in den September im Abstand von bis zu vier Wochen entsprechende Proben, um sie anschließend im Labor auf Krankheitserreger wie zum Beispiel Coli-Bakterien untersuchen zu lassen. Zwei Tage später werden die Ergebnisse auch im Internet unter der Adresse www.nlga.niedersachsen.de veröffentlicht.

    Das Gesundheitsamt prüft dabei in diesem Jahr zum ersten Mal nach der neuen Badegewässer-Richtlinie der Europäischen Union. Dort ist unter anderem vorgeschrieben, dass auch die Wasserqualität der jeweiligen Zuflüsse der Badegewässer bewertet werden muss.

    Obwohl es zurzeit in den Badeseen im Landkreis Uelzen keine gesundheitsgefährdenden Belastungen mit Blau- und Grünalgen gibt beziehungsweise die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte nicht überschritten werden, informiert Dr. Gerhard Wermes, Leiter des Gesundheitsamtes: „Diese Algen stellen zwar im Moment noch kein Problem dar, wenn die derzeitige Hitzeperiode aber über mehrere Wochen anhält, fördert dies das Algenwachstum in den Gewässern sehr stark und die Wasserqualität könnte dadurch möglicherweise beeinträchtigt werden.“