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    Historisches Gebäude erstrahlt in neuem Glanz (10.08.2011)

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    Als Sanierung von erheblicher kulturhistorischer und touristischer Bedeutung werten Fachleute die jüngst abgeschlossene Reetdacherneuerung eines mehr als 150 Jahre alten Schafstalls in Haaßel. Das Gebäude steht in unmittelbarer Nähe der dortigen „Königsgräber“ – einer Liegenschaft des Landkreises Uelzen – und ist damit wesentlicher Bestandteil dieses historischen Ensembles. Nach Aussage des ehemaligen Kreisarchäologen Dr. Horst Löbert ist eine solche Kombination von Außenschafstall und Großsteingräbern äußerst selten.

    Die Königsgräber von Haaßel stammen aus der Jungsteinzeit. Die Verbreitung solcher Steingräber reicht vom Mittelmeerraum über Westeuropa bis nach Norddeutschland und Südskandinavien. Von den einst zahlreichen Steingräbern im Landkreis Uelzen – 1846 waren es noch über 200 – sind heute nur wenige Denkmäler erhalten. Die drei Gräber in Haaßel sind die letzten Zeugnisse von 36 solcher Anlagen, die sich in einem weiten Bogen aneinander reihten.

    Der Schafstall selbst stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Fachwerkbau steht auf einem Feldsteinsockel. Im Zuge der jetzigen Sanierungsarbeiten wurde nicht nur das stark beschädigte Halbwalmdach komplett erneuert, sondern auch die Gesamtkonstruktion stabilisiert.

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    „Das Projekt ist nicht nur für die Heideregion eine Besonderheit. Es ist ein Zeugnis der historischen Kulturlandschaft. Mit der Sanierung stärken wir ein vorhandenes Tourismus- und Bildungsangebot von regionaler Bedeutung. Sie trägt dazu bei, eine kulturhistorische Besonderheit zu erhalten und erlebbar zu machen“, so Frank Peters, Baudezernent des Landkreises Uelzen. Gleichzeitig gehe es um die Stärkung des ländlichen Flairs der Heideregion Uelzen und der regionalen Identität.

    Die rund vier Wochen andauernden Sanierungsarbeiten an dem Schafstall waren nach Angaben des Amtes für Liegenschaften und Gebäudewirtschaft dringend erforderlich, da das Gebäude akut einsturzgefährdet war. Die Reetdacherneuerung wurde durch die Firma Albers, einem heimischen Fachbetrieb aus Egestorf, ausgeführt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 20.000 Euro. Etwa 75 Prozent der Kosten wurden aus Fördermitteln des „Leader“-Programms finanziert, die restliche Summe trägt der Landkreis Uelzen.