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    Landkreis beteiligt sich am Bildungsverbund Nordost-Niedersachsen (27.11.2006)


    Der Kreisausschuss hat einer Beteiligung des Landkreises Uelzen am Bildungsverbund Nordost-Niedersachsen zugestimmt. Die dafür benötigten Haushaltsmittel in Höhe von jeweils 5.000 Euro werden in den Haushaltsjahren 2007 bis 2009 unter der Voraussetzung bereit gestellt, dass das Projekt durch überörtliche Fördermittel aus dem Regionalisierungsfonds des Niedersächsischen Ministeriums für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz maßgeblich bezuschusst wird.

    Die Optimierung des Bildungswesens ist das erklärte Ziel der im Bildungsverbund vertretenen Kommunen, zu denen auch die Stadt und der Landkreis Lüneburg sowie der Landkreis Lüchow-Dannenberg gehören. Mit dem Aufbau des Regionalen Bildungsmanagements wird die „Bildungs- und Kulturgesellschaft Lüneburg mbH“ (ehemals Volkshochschule der Stadt) beauftragt. Sie soll langfristig alle Einrichtungen und Initiativen vernetzen, die in der Region Nordost-Niedersachsen im Bereich der Bildung und Qualifizierung tätig sind. Der Verbund soll Anbieter und Nutzer beraten und die inhaltliche Abstimmung von Bildungsmaßnahmen koordinieren. Darüber hinaus soll sich die regionale Öffentlichkeit unter anderem mittels eines Internetportals besser als bislang über die vorhandenen Bildungsangebote informieren können.

    Das gemeinsame Projekt der vier Partner ist eine Reaktion auf ein Gutachten des Ministeriums vom August 2004, das in der Region Nordost-Niedersachsen die zu geringe Zahl an Ausbildungsplätzen und qualifiziert Beschäftigten sowie eine zu geringe Beteiligung an weiterführender Bildung bemängelte. Mit einem qualitativ hochwertigen und transparenten Bildungsangebot wird nun mittels des Verbunds angestrebt, die genannten Defizite abzubauen und dadurch die Ansiedlung bzw. den Verbleib junger Familien in der Region zu fördern sowie Unternehmen die Suche nach gut ausgebildeten Arbeitskräften und Auszubildenden zu erleichtern.

    Das Projekt soll sich über einen Zeitraum von drei Jahren erstrecken und bereits 2007 beginnen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf voraussichtlich 380.000 Euro. Aus dem Regionalisierungsfonds wird mit einem Zuschuss von 320.000 Euro gerechnet, so dass die Kommunen einen Eigenanteil von 60.000 Euro aufbringen müssen. Für jeden der vier Partner fiele so ein Jahresbetrag von 5.000 Euro an.