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    Neue Einwohnerzahlen für den Landkreis Uelzen (31.05.2013)

    Zum Stichtag 9. Mai 2011 wurden europaweit Daten erhoben, die u.a. die Einwohnerzahlen betrafen. Mit der heutigen Bekanntgabe eines Teils der Zensusergebnisse ist die erstmalig nach der Wiedervereinigung Deutschlands durchgeführte Datenerhebung abgeschlossen. In einer ersten Bekanntgaberunde wurde heute dem Landkreises Uelzen die Einwohnerzahl für den Landkreis mitgeteilt. Die amtlich festgestellte Einwohnerzahl für den Landkreis Uelzen beträgt demnach 93.596.

    Bereits die jährliche Bevölkerungsfortschreibung des Statistischen Bundesamtes ergab zum 30. Juni 2011 eine Einwohnerzahl für den Landkreis Uelzen von 93.841. Damit ergibt sich lediglich eine Abweichung von -245 (0,26%) zu den nunmehr vorliegenden Zahlen. „Wir werden die nun festgesetzte Einwohnerzahl daraufhin untersuchen, welche konkreten Auswirkungen sich ergeben, d.h. wir werden Veränderungen errechnen und voraussichtlich feststellen, dass sich keine signifikanten Veränderungen für den Landkreis Uelzen ergeben“, so Landrat Dr. Heiko Blume.

    Den Landkreis betrifft die Veränderung bei der Einwohnerzahl beispielweise im Bereich der Finanzen, d.h. bei den Schlüsselzuweisungen des Landes oder auch bei der Feuerschutzsteuer. Allerdings ist die Einwohnerzahl nur eines von mehreren Kriterien bei der Bemessung, so dass dies nicht unbedingt Auswirkungen haben muss. Vielmehr kommt es darauf an, wie sich die Einwohnerzahl in Niedersachsen insgesamt verändert hat.
    Niedersachsenweit ist eine Einwohnerzahl auf 7.777.992 festgestellt worden, so dass zunächst in einer ausgiebigen Analyse das Verhältnis der Landkreise zueinander betrachtet werden muss. Während im Landkreis Uelzen die Zensuszahlen nur um 0,26 % von den bisher veröffentlichten Zahlen zum 30. Juni 2013 abweichen, hat der Zensus für Niedersachsen 1,9 % ermittelt. Für Deutschland sind im Vergleich zu den Zahlen zum 31. Dezember 2011 sogar 2% weniger Einwohner festgestellt worden. „Dies bedeutet, dass der Anteil der Uelzener an den Niedersachsen und den Deutschen insgesamt – wenn auch nur geringfügig – gestiegen ist“, stellt Landrat Dr. Heiko Blume dar.

    Eine erste Auswertung durch den Landkreises ergab folgende interessante Zahlen:
    - 6,1 % der Erwerbspersonen sind in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt (Niedersachsen: 3,2% , Deutschland 2,1%)
    - 69,2 % der Erwerbspersonen sind im Dienstleistungsbereich (Handel, Verkehr, Tourismus, Gesundheits- und Sozialwesen) tätig (Niedersachsen: 67,2 % , Deutschland 68,51%).
    - 16,7 % der Uelzener sind unter 18 Jahre alt, 59,4 % zwischen 18 und 65 Jahre alt und 23,9 % über 65 Jahre alt.
    - 10,9 % der Uelzener Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund (Niedersachsen: 16,5 %, Deutschland 18,9 %).
    - Die im Landkreis Uelzen lebenden 2.490 Ausländer entsprechen einem Anteil von 2,7, % an der Gesamtbevölkerung (Niedersachsen 5,5 %, Deutschland 7,7 %). Sie tragen im Landkreis Uelzen maßgeblich zur Verjüngung der Bevölkerung und zur Steigerung der Erwerbspersonenzahl bei: 94,9 % von ihnen sind im erwerbsfähigen Alter zwischen 18 und 65 Jahren.

    Ganz unterschiedlich fällt die Bilanz für die Samt- und Einheitsgemeinden bei der Bevölkerungsfortschreibung auf der Grundlage des Zensus zum 31. Dezember 2011 aus:
    Während der Zensus für die Stadt Uelzen bei der Bevölkerungsfortschreibung zum 31. Dezember 2011 von 33.606 Einwohnern ausgeht, ist die bisherige amtliche Statistik zum 31. Dezember 2011 noch von 34.055 Einwohner ausgegangen (-1,3 %). Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf weist dafür ca. 1% mehr Einwohner auf, während die Zahlen für die anderen Gemeinden kaum von den bisherigen Daten abweichen.

    In den kommenden Wochen werden die Mitgliedsgemeinden des Landkreises Uelzen vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationsförderung Niedersachsen (LSKN) die Feststellungsbescheide über die neuen amtlichen Einwohnerzahlen erhalten. Weitere Zensusergebnisse erfolgen erst zu Beginn des Jahres 2014. Dann werden insbesondere die Ergebnisse über Familien- und Haushaltszusammenhänge sowie weitere detaillierte Ergebnisse aus der Haushaltebefragung veröffentlicht.