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    Migration und Asyl

    Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe im Landkreis

    „Die Welt ist klein geworden!“, sagt mancher mit Blick auf die Globalisierung. Und das ist überall sichtlich, nicht nur dank moderner Medien.

    Auch hier ist diese vermeintlich kleine und dennoch weite Welt vertreten: Mit Stand Mai 2015 leben, häufig seit langer Zeit, fast 4.000 Menschen mit fremdem Pass aus 120 Nationen im Landkreis Uelzen. Die Bevölkerung stellt sich also sogar in dieser eher ländlich strukturierten Region Deutschlands kulturell mittlerweile sehr vielfältig dar.

    Von lateinisch migratio ((Aus-)Wanderung, Umzug) sind sie alle Migranten und haben ihren Wohnort dauerhaft gewechselt. Bereits mitgezählt sind die etwa 500 Geflüchteten aus 26 Ländern im Kreis. Das werden mehr werden, und sie erfahren von Presse und Öffentlichkeit gegenwärtig am meisten Beachtung.

    Weiterhin sind da jene vielen Menschen mit so genanntem Migrationshintergrund. Nach der Definition des Statistischen Bundesamtes sind das „alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten sowie alle in Deutschland geborenen Ausländer und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil“. Häufig haben sie die deutsche Staatsangehörigkeit oder verfügen über einen sehr sicheren Aufenthaltsstatus.

    All diese Menschen mit ganz unterschiedlichen Wurzeln bringen sich selbst und Teile anderer Herkunftskulturen hier vor Ort langfristig in den gemeinsamen Alltag ein, viele fast unbemerkt, andere deutlich wahrgenommen. Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland.

    Aufgabe der „Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe“ (siehe rechts "Ansprechpartner & mehr") ist es, gegenseitigen Respekt zu fördern und verschiedene, noch schlummernde Potentiale zu entwickeln – mit Ihnen allen zusammen und wo auch immer Sie herkommen.

    Denn gegenwärtig sind Entfaltungschancen für hinzukommende Bevölkerungsgruppen nicht vollends entwickelt, wodurch wichtige persönliche wie gemeinschaftliche Ressourcen brachliegen. Bedeutend für diesbezüglichen Wandel sind Zusammenarbeit und Vernetzung der zahlreichen Akteure in all den verschiedenen Feldern: in Politik und Verwaltung, in Bildung und Wirtschaft, in Sozialverbänden und Gesundheitswesen, in Vereinen und Ehrenamt, in religiösen Vertretungen und Migrantenselbstorganisationen, in Presse und Öffentlichkeit, in Kultur und Freizeit und bei vielem Weiteren mehr. Alteingesessene und Zugewanderte können sich gegenseitig viel mehr inspirieren.

    Das geflügelte Wort „Willkommenskultur“ gilt es, mit einer Willkommensstruktur gemeinsam in den Alltag zu bringen und so die für den Landkreis Uelzen erforderliche Transkulturalität in lokalem und bürgerschaftlichem Engagement zu gestalten. Eine aktive Würdigung der Vielfalt bringt dabei Region und Einzelnem bereichernd kreative Impulse für die Position im Globalen.

    Ziel ist gesamtgesellschaftliche Teilhabe von Migranten wie Menschen mit Migrationshintergrund in allen Lebensbereichen. Das bedeutet Mit-Erleben – Mit-Wissen – Mit-Entscheiden – Mit-Tun.