Beratungsangebote für Kommunen

Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) bietet Kommunen Beratungen und Informationen zu verschiedenen Themen an.

Kom.EMS
Kommunen sind nach dem Niedersächsischen Klimagesetz (NKlimaG) dazu verpflichtet, ab 2023 beginnend mit dem Berichtsjahr 2022 künftig einen jahresbezogenen Energiebericht regelmäßig zu veröffentlichen.
Ein darüberhinausgehendes Energiemanagement ist gesetzlich zwar (noch) nicht vorgeschrieben, lohnt sich aber finanziell. Oftmals sind keine aufwendigen investiven Maßnahmen erforderlich, um bereits größere Einsparungen zu erzielen. Rund 10-20 % des Energie- und Wasserverbrauchs lassen sich erfahrungsgemäß allein durch die Einrichtung des Energiemanagements und mit geringinvestiven Maßnahmen erreichen. Bei jährlichen Energie- und Wasserkosten in Höhe von 750.000 Euro oder mehr rechnet sich eine Vollzeitstelle für ein Energiemanagement daher schnell.
Kom.EMS ist ein System zur Implementierung eines Energiemanagements in kommunalen Verwaltungsstrukturen. Die KEAN bietet in Kooperation mit weiteren Partnern Kom.EMS-Beratungen mit qualifizierten Coaches für niedersächsische Kommunen an. Informationen finden Sie online.
 

Impulsberatung Solar
In einem Vor-Ort-Termin mit Gebäuderundgang wird die Eignung ausgewählter kommunaler Gebäude für den Einsatz von Photovoltaik und Solarthermie geprüft. Enthalten ist auch die Prüfung der Rahmenbedingungen für den eventuellen Einsatz eines Speichers. Informationen finden Sie online.
 

Leitfaden Kommunale Wärmeplanung
Bis 2045 soll Deutschland Klimaneutralität erreichen. Bis 2030 sollen dafür allein im Gebäudebereich die Emissionen um rund 70 % im Vergleich zu 1990 reduziert werden. Der kommunalen Wärmeplanung kommt hier eine entscheidende Bedeutung zu, denn steht ein Gebäude erst einmal, steht es mindestens die nächsten 50 Jahre. Gleiches gilt auch für die Wärmeversorgung. Ist erst einmal ein Gasnetz verlegt, werden die Gebäude sehr wahrscheinlich auch daran angeschlossen. Für alle jetzt geplanten Baugebiete und errichteten Gebäude bedeutet dies, dass sie in gut zehn bis fünfzehn Jahren den Anforderungen der Klimaneutralität entsprechen sollten. Nachträgliche Sanierungen sind jedoch wesentlich teurer als von vornherein bei der Planung einen entsprechenden Baustandard zu berücksichtigen. Im besten Falle erreichen also die heute geplanten Baugebiete und errichteten Gebäude schon die künftig notwendigen Standards von morgen.

Die kommunale Wärmeplanung ermöglicht Kommunen, die eigene Wärmeversorgung strategisch und klimaneutral zu planen. Die KEAN stellt hierzu einen Leitfaden sowie unterstützende Informationen zum Prozess, Praxisbeispielen und Förderprogrammen zur Verfügung.

Den Leitfaden sowie alle weiteren Informationen finden Sie online.