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    Bundesverdienstkreuz für Halwart Schrader / Landrat würdigt große Verdienste (10.03.2020)

    Mit der höchsten Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht – dem Bundesverdienstkreuz, hat Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume gestern Halwart Schrader aus Hösseringen ausgezeichnet. Im Beisein zahlreicher Gäste, unter ihnen viele Weggefährten und Familienmitglieder, überreichte Blume dem 85-Jährigem im Kreishaus die von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete Ehrenurkunde und heftete ihm unter dem Beifall der Anwesenden den Verdienstorden ans Revers.    

    Halwart Schrader (l.) nahm aus den Händen von Landrat Dr. Heiko Blume die Ehrenurkunde und einen üppigen Blumenstrauß entgegen„Sie haben es sich verdient“, so der Landrat gleich zu Beginn seiner Laudatio. Das Lebens- und Schaffenswerk Schraders zeige einmal mehr, wie vielfältig das Engagement der Menschen im Landkreis Uelzen sei. Die Auszeichnung nannte Blume eine schöne Gelegenheit, auch einmal eine besondere Nische deutschen und internationalen Kulturgutes ins öffentliche Rampenlicht zu stellen – nämlich das Kulturgut Automobil, zu dem Halwart Schrader als international wirkender Fahrzeughistoriker, Journalist und Buchautor einen wesentlichen Beitrag geleistet habe.

    Noch heute begleitet der 85-Jährige ehrenamtlich fahrzeughistorische Organisationen, Verbände und Arbeitskreise. Im „Forum für Fahrzeuggeschichte“ ist er als Mitbegründer seit 2001 aktiv beteiligt. Eine Fachzeitschrift bezeichnete Halwart Schrader als „den zentralen Protagonisten der Oldtimerei in Deutschland“. Er habe unter anderem mitgeholfen, die Liebe zum alten Auto für die Masse zugänglich zu machen, heißt es in der Publikation weiter.

    Der gebürtige Braunschweiger, der seit 1988 gemeinsam mit seiner Ehefrau Mila im Landkreis Uelzen lebt, hat über mehrere Jahrzehnte an vorderster Stelle mit dazu beigetragen, das Bewusstsein in der Gesellschaft für Technikgeschichte zu wecken und zu erhalten.

    „Ihr Herz schlägt einfach für das Automobil – und das in unzähligen Facetten“, unterstrich auch Landrat Blume. Halwart Schrader sei nicht nur ein unermüdlicher Chronist der Technik- und Industriegeschichte, durch seine Publikationen und seine Mitgliedschaft in zahlreichen Vereinen und Verbänden habe er darüber hinaus umfassendstes Material für Oldtimerfans und Historiker geliefert und nicht zuletzt den Erhalt vieler historischer Fahrzeuge ermöglicht. Anschließend dankte Blume auch Schraders Ehefrau Mila, ohne deren Mittun ein solches Schaffenswerk sicherlich nicht möglich gewesen wäre.

    Zahlreiche Gäste, unter ihnen viele Weggefährten, wohnten der Feierstunde bei und gratulierten dem GeehrtenNach der Würdigung durch Landrat Blume ergriff Schrader selbst das Wort. Auch er hob die Unterstützung seiner Frau und zahlreicher Wegbegleiter hervor: „Ohne Euch wäre das alles nicht zustande gekommen und dafür danke ich Euch“, richtete er sich an die Anwesenden. Er habe nicht mit einer solchen Würdigung gerechnet, umso mehr freue er sich, so der 85-Jährige.

    Anschließend sprach Suderburgs Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz dem Geehrten seine Anerkennung aus. Schrader habe nicht nur Unternehmen gegründet, zahlreiche Bücher geschrieben und etliche Auszeichnungen im In- und Ausland erhalten, sondern er habe vor allem sehr viel bewegt in seinem Leben, so Schulz. Auch er sprach Halwart Schrader Glückwünsche aus und wünschte dem Geehrten noch viele, viele Schaffensjahre.

    Dass die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes nicht nur auf Schraders Engagement für das Kulturgut Automobil beruhe, sondern auch darauf, wie er dieses Engagement gelebt habe und lebe, darauf machte Eckhart Bartels, ebenfalls Mitglied im „Forum für Fahrzeuggeschichte“ aufmerksam: „Es geht bei all Deinem Wirken auch um Deine Menschlichkeit und um Deinen Gemeinschaftssinn und es geht darum, dass Du Dich immer den jüngeren Generationen gewidmet hast“ – Charaktereigenschaften, die nachfolgend weitere Gäste hervorhoben.

    Zum Abschluss des offiziellen Teils der Feierstunde wurde dann gemeinsam das Glas erhoben und auf die höchste Anerkennung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht, angestoßen.