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"Cyber-Mobbing unter Jugendlichen ein Riesenthema" / Schüler diskutieren nach Theaterstück über den Umgang untereinander (14.03.2012)

„Für Schüler und Lehrer ist es ein Riesenthema“, beschreibt Kreisjugendpfleger Matthias Borger ein Problem, das zurzeit offenbar auch viele Schülerinnen und Schüler im Landkreis Uelzen bewegt. Dabei geht es, so Borger, um Mobbing unter Jugendlichen generell, aber zunehmend speziell auch um Mobbing über das Internet.

Nach dem Theaterstück die Diskussionsrunde: Die Darsteller im Gespräch mit den SchülernAus diesem Grund hatte der Kreisjugendpfleger zusammen mit dem CJD Göddenstedt und der Oberschule Bad Bodenteich zwei Theaterveranstaltungen organisiert, die während der vergangenen Woche in der Turnhalle Rosche und im Bad Bodenteicher Schützenhaus im Beisein hunderter Schülerinnen und Schüler aufgeführt wurden.

R@ausgemobbt 2.0, so lautet der Titel des Theaterstücks, das durch die „comic on Theaterproduktion“ aus Köln bundesweit auf die Bühnen gebracht wird. Das Theaterstück ist Teil eines Projektes zur Aufklärung über Risiken des Internets. „Mobbing kann Jugendliche psychisch massiv belasten und deshalb ist es das Ziel aller Beteiligten, den Schülern ihre Verhaltensweisen im Internet bewusster zu machen und den respektvollen Umgang miteinander zu fördern“, erläutert Borger den Hintergrund für die gemeinsame Initiative. Etwa jedes dritte Kind sei schon einmal Opfer von Mobbing geworden. Für die Täter seien mit solchen Attacken Straftaten wie Beleidigung, üble Nachrede oder Verleumdung verbunden.

In dem Theaterstück geht es um ein 16-jähriges Mädchen, das die Freundschaft zu einem Mitschüler und einer Mitschülerin zerstören will. Höhepunkt ist eine perfide Intrige. Das Mädchen benutzt das Handy des Jungen, um einen Film, in dem die Rivalin denunziert wird, ins Internet zu stellen. Das Opfer muss annehmen, das der Junge dafür verantwortlich ist. Ihm gelingt es nicht, den Verdacht zu zerstreuen. Das Stück endet mit einer beklemmenden Andeutung: Zu hören ist ein Schuss – die Vermutung liegt nahe, dass das gemobbte Mädchen sich selbst getötet hat.

„Die anschließende Diskussion der Schauspieler mit den Schülerinnen und Schülern hat gezeigt, dass viele von ihnen das Phänomen ,Mobbing im Internet’ kennen und dass großer Informationsbedarf besteht“, so das Resümee des Kreisjugendpflegers.